Initiative 19. Februar Hanau

 „Ride to Remember“

Liebe Vereinsvertreter im Radsportbezirk Main-Spessart-Rhön e.V.
Am 19. Februar 2020 sterben in Hanau 9 Menschen bei einem rassistischen Terroranschlag.
Unmittelbar nach dem Anschlag kam es bundesweit zu öffentlichen Reaktionen.


Zahlreiche öffentliche Vertreter, bis hin zu Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
haben nach der Tat Stellung bezogen und Anteilnahme mitgeteilt.

Seitdem versuchen die Überlebenden des Anschlags, die Familien der Opfer
und die unterstützende “Initiative 19. Februar Hanau“ die öffentliche Wahrnehmung
aufrechtzuerhalten und eine Solidarisierung möglich zu machen.

In diesem Zusammenhang wurde ich gebeten, einen Aktionstag mit diesem Anliegen zu unterstützen:

Am Samstag den 19. Juni soll eine Fahrrad-Sternfahrt stattfinden die an die Ereignisse erinnern und den
gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken soll.

So spreche ich mich als 1. Vorsitzender des Radsportbezirk Main-Spessart-Rhön für eine Teilnahme aus.

Ich möchte alle Vereine der Radsportbezirks einladen sich an der Sternfahrt nach Hanau zu beteiligen.

Nicht nur die Aktionsform des „fahrradfahren“ und der räumliche Bezug sollte dafür Grund sein.

Wir leisten als Vereine einen bedeutenden Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Und können das auch hier in besonderer Weise deutlich machen.

Ich freue mich auf eure Teilnahme

Jürgen Bamberger

1. Vorsitzender -Radsportbezirk Main-Spessart-Rhön e.V.

 

 

Der Aufruf der Inititaive:

Mit den Familien der Opfer und den Überlebenden des 19. Februar 2020 rufen wir für den 19.06.2021,
ein Jahr und vier Monate nach dem Anschlag, zu einer Fahrrad-Sternfahrt nach Hanau auf.

Erinnerung, Gerechtigkeit, Aufklärung, Konsequenzen – so lauten die zentralen Forderungen der Betroffenen
und der Initiative 19. Februar Hanau, denen wir mit diesem Aktionstag weiteren Rückenwind verschaffen wollen.
„Arsch in den Sattel, Zähne zeigen!“ Öffentlichkeit schaffen und Solidarität im Kampf
um Aufklärung zeigen – zunächst dezentral auf den unterschiedlichen Routen
und dann Alle gemeinsam in Hanau.

Aus möglichst vielen Städten und Orten im Rhein-Main-Kinzig Gebiet laden wir alle Interessierten ein,
in kleinen und größeren Fahrradgruppen nach Hanau zu kommen:
Hobby- und Rennradler:innen, Radclubs und Fahrradläden, Vereine oder Schulklassen,
Critical Mass-Initiativen, Betriebssport- oder Umweltgruppen…

Regionales „Ride to Remember“

Wir werden sie nie vergessen: Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun,
Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin.

Alle Radler:innen, die sich beteiligen wollen, sind aufgefordert, auf ihren Strecken zum Gedenken
T-Shirts mit den Gesichtern und Namen der in Hanau Ermordeten zu tragen. Oder dazu passende
antirassistische Aufnäher, Aufkleber oder Fähnchen z.B. mit „Say Their Names“ mitzuführen.
Entsprechende Vorlagen werden wir in den kommenden Wochen zur Verfügung stellen,
gleichzeitig wollen wir alle Interessierten bei der Routenplanung unterstützen und ein
entsprechendes Kontaktnetz aufbauen.

Für den Abschluss in Hanau werden wir ein den Corona-Bedingungen im Juni
angepasstes Konzept entwickeln, im besten Fall mit einer großen gemeinsamen
Abschluss-Kundgebung um 13 Uhr auf dem Hanauer Freiheitsplatz.

Beteiligt Euch, lasst uns Bezugs- und Streckengruppen bilden
und meldet Euch bei uns zur Vorbereitung und Koordinierung.

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